Freizeitbeschäftigung – Trend Frauenfußball

Vor allem zu Zeiten von EM und WM kommt man am Männerfußball nicht vorbei. Fast jeder sieht sich zumindest das ein oder andere Spiel an, kann Namen der Spieler nennen und weiß, wer der aktuelle Trainer ist und wie gut er seinen Job macht. Dagegen geht Frauenfußball unter, obwohl die deutsche Nationalmannschaft der Damen in den letzten Jahren international oft erfolgreicher war, als die der Herren: so sind sie seit 1995 jedes mal Europameister geworden und hatten 2003 und 2007 sogar den Weltmeistertitel inne. Im Vergleich dazu ist beispielsweise die österreichische Nationalmannschaft nicht ganz so erfolgreich, kann aber dennoch auf ein langjähriges Bestehen zurückblicken.

Von Anfang an eine Herausforderung
Frauen, die Fußball spielen wollten, hatten es nie wirklich leicht. Teilweise wurde ihnen die Nutzung von Stadien untersagt, da die Gesellschaft Fußball für Frauen als unangemessen empfand. Auch die Gründung von Vereinen und Ligen war lange Zeit schwierig. Selbst heute noch werden weibliche Fußballspielerinnen schlechter bezahlt als die männlichen Spieler und Preisgelder sind auch für Profispielerinnen weit weniger hoch als für Männer in derselben Situation.

Immer besser
Trotzdem hat sich die Situation für Spielerinnen und Vereine immer mehr verbessert. Mittlerweile gibt es im gesamten deutschsprachigen Raum rein weibliche Teams unterschiedlichster Altersklassen und Qualifikationen. Mannschaften wie beispielsweise der FFC fairvesta Vorderland (http://www.ffc-fairvesta-vorderland.at) sind auf Sponsoren angewiesen, die ihnen Trikots, Bälle und Fahrten zu Wettbewerben finanzieren. Ein Umstand, der aber auch für die Herrenmannschaften normal ist. Trotzdem fällt es immer noch positiv auf, wenn Unternehmen bereit sind, sich für den Frauenfußball einzusetzen. Ohne ausreichende finanzielle Mittel ist es kaum möglich, Nachwuchspielerinnen zu trainieren und zu fördern.

Gewinnen möchte jede
Neben Spass am Spiel und Fitness ist natürlich auch der Wunsch nach Erfolg ein guter Grund für Frauen, um Fußball im Verein zu spielen. Wie beim Männerfußball auch, gibt es für Frauenfußball eine Bundesliga. Wer es dorthin schafft und auch langfristig durchsetzen kann, kann sich natürlich glücklich schätzen. Noch besser ist natürlich ein Platz in der Nationalmannschaft. Nicht nur, weil der Titelgewinn bei EM und WM winkt, auch, weil spätestens dann die Zuschauer den Namen der Spielerin kennen.